Dienstag, 14. November 2017

Die ersten Tage auf der zweiten dänischen Insel: Fanö

Vierzehn Tage bin ich nun aktuell wieder für die dänischen Ferienhauskatzen unterwegs.

Und auf meiner Anreise nach Fanö am Sonntag machte ich einen Abstecher auf die Insel Römö.
Tatsächlich scheint es an einem Haus in der Inselmitte etwas für mich zu tun zu geben. Zumindest sprechen die Schüsseln und Schlafgelegenheiten eine deutliche Sprache...
Einen Hinweis auf dieses Haus hatte ich ja bei meinem letzten Besuch der Insel erhalten.
Einen Tag werde ich hierfür aufwenden müssen, denn es wäre ärgerlich, wenn mir meine Erfolge dort zunichte gemacht werden.
Zudem ist es mir wichtig Örtlichkeiten, an denen ich aktiv war, auch weiterhin im Rahmen meiner Möglichkeiten im Blick zu behalten.

Als ich dann schon im Dunkeln am Hafen in Esbjerg ankam und die Fähre der Insel anlegte, fiel mein Blick auf den Namen des Schiffes: Fenja.
Ausgerechnet.... Nun gut, wir werden in 12 Tagen wissen, ob der Name der alten Katzenlady (und wohl bekanntesten Bjerregard-Katze) mir Glück bringt für meinen ersten Aufenthalt auf Fanö.

Zufrieden mit meinem Ferienhaus ging ich auch bald ins Bett.


Gleich früh am nächsten Morgen stellte ich eine Falle an einer der Futterstellen auf, aber schnell wurde klar, dass auf Fanö die Uhren anders gehen.
Hier gibt es nicht nur eine gigantische Anzahl an Kaninchen, die mich immer wieder aufschrecken lassen, weil ich eine Bewegung sehe, die man aus den Augenwinkeln auch für eine Katze halten könnte, nein, auf Fanö gehen sogar Elstern in eine Katzenfalle...:


Das bedeutet, dass hier Fangaktionen über Tag kaum möglich sein werden, was die Sache nicht gerade leichter macht.
Jedenfalls zog ich von dieser Stelle zuerst einmal entnervt ab.
Zum Glück hatte ich einen weiteren Hinweis auf eine Katze, die bis Sonntag von einer Urlauberin gefüttert wurde. (Danke, Claudia, für Deinen Hinweis und die Fürsorge.)
Und tatsächlich, die kleine schwarze Mieze war zur Stelle, als ich die Terrasse des Hauses im Mosevej betrat.
So ging das Einfangen auch leicht von der Hand, und das Mädchen war ganz friedlich und ließ sich sogar anfassen.

Leider konnte ich sie aber erst am Nachmittag beim Tierarzt abgeben.
Gut für mich war hingegen, dass ich, zurück im Ferienhaus, so noch eine weitere Mieze einfangen konnte, die ganz zufällig über mein Grundstück lief.
Auch sie war hungrig, so dass sie sich leicht locken und fangen ließ.

Ginny (links) und Tara (rechts)

Am Abend wusste ich, dass meine ersten beiden Fänge zwei Mädchen waren!
Und heute konnte ich die Katzen, Tara und Ginny, bei schönem Wetter wieder entlassen.

Auch meine ersten Spaziergänge ergaben den einen oder anderen Hinweis auf Katzen, ja sogar ein paar eigene Sichtungen hatte ich.

Aber es wird nicht leicht hier, denn die Insel ist weitläufig, und konkrete Hinweise auf feste Aufenthaltsorte der Tiere habe ich nicht.

Anke

Mittwoch, 1. November 2017

Ein letzter Nachtrag vor der nächsten Reise

Noch ein abschließender Bericht von meinem August/September-Aufenthalt, bevor es dann hoffentlich bald wieder Aktuelles zu erzählen gibt:

Wie schon erwähnt hatten mich - als ich selbst gerade in Ballum angekommen war - Urlauber aus Nörre Lyngvig angeschrieben.
An ihrem Ferienhaus war eine Katzenmutter erschienen, die schließlich nach und nach insgesamt vier Junge mitbrachte.
Ich sagte zu zu helfen, da ich ja noch drei Tage bei meiner Freundin Sabine in Nymindegab wohnte und es von dort nicht so weit bis Nr Lyngvig ist.
Schon bei meinem ersten Besuch am Ferienhaus von Danny und Familie war die Mutter mit ihren Kleinen (es waren zu diesem Zeitpunkt nur noch drei - ob Urlauber das vierte Junge mitgenommen hatten?) anwesend.
Eine wirklich bunte Mischung:


Und Danny berichtete mir, dass man schon drauf und dran sei, einen Platz für die Kleinen in Deutschland zu organisieren, so dass also nur noch die Mutter zu kastrieren wäre...
Das sollte hinzukriegen sein, dachte ich mir.
Obendrauf kam aber noch Dannys Entdeckung von Katzen am Hafen des kleinen Ferienortes.
Na, warum nicht, man wächst mit seinen Aufgaben...;-)

So holte ich also gleich am folgenden Abend die Katzenmutter bei Danny ab, um sie am nächsten Morgen früh zur Kastration zu bringen.
Die Kleinen würden weiter am Ferienhaus versorgt, so dass sie auch keinen Grund hätten sich von da zu entfernen.

Nach dem Einpacken von Naya, der Mutter, fuhr ich an den Hafen, um dort mein Glück zu versuchen.
Leider aber kam ich zu spät. Die Fütterungszeit war vorbei und ich sah gerade noch ein paar Katzenschwänze, die sich in verschiedene Richtungen verteilten:


Aber ich sprach einen der Fischer an und dieser sagte mir, dass man derzeit drei erwachsene Katzen und ein Junges am Hafen habe.
Nein, kastriert seien die Katzen nicht - und der Tierschutz habe auch im Frühjahr / Frühsommer ein Dutzend Tiere eingefangen und vermutlich getötet. Sie seien ja alle nicht wirklich zutraulich.
Leider entsprach diese Info ja auch meinen Erfahrungen mit den dänischen Tierschutzvereinen.

So fuhr ich also nach erfolglosem Warten mit Naya nach Hause.
Aber nur mit einer Katze am nächsten Morgen in die Tierklinik nach Ringköbing? Nein, das konnte ja wohl nicht angehen.
Also um 6 Uhr aufgestanden und nochmal an den Hafen. Ich musste vor dem morgendlichen Füttern alles eingefangen haben!
Und so stellte ich noch in der Dämmerung zwei Fallen auf und wartete.


Kurze Zeit später hatte ich bereits den Kater in der Falle, nur zwanzig Minuten später auch das erste Weibchen und schon nach dem Umladen des Mädchens auch die zweite erwachsene weibliche Katze!
Wow.

Lediglich das jüngste Tier, sehr sicher auch ein Mädchen, war noch zu klein zum Kastrieren...
Finja, Afra, Mikkel und die Kleine, noch namenlose
Nachdem ich die Miezen allesamt bei der Tierklinik abgegeben hatte, wollte ich einem Hinweis auf eine Futterstelle in Bjerregard nachgehen, auf die ich über eine Freundin gekommen war.

So begab ich mich also zu einem Haus unweit des Campingplatzes von Bjerregard. Eine deutsche Mieterin erreichte ich dort und die bestätigte mir, dass "man schon von mir gehört habe" und es hier tatsächlich Katzen gäbe.
Sie seien alle grau...
Sofort fiel mir da Bamse ein, der an meiner ältesten Futterstelle in Bjerregard ganz plötzlich im Jahr 2013 erschienen war und im Frühjahr noch ein weiterer Kater dort auftauchte.
Alle sahen ein bisschen wie Kartäuser oder Russisch Blau aus.

Und mit ein wenig Umherschau auf dem Hof dauerte es auch nicht lange und ich entdeckte zwei der Fellnasen.
Ob ich die denn wohl fangen und kastrieren lassen dürfte, fragte ich.
Eine kurze telefonische Nachfrage bei den Hofbesitzern, und es kam ein: "Ja, sehr gern!".
Fehlte nur noch ein Termin in der Tierklinik. Nörre Nebel würde mir da sicher helfen, da man dort inzwischen zum Glück auch völlig unkompliziert mit meinen spontanen Anlieferungen umgeht..
Auch dort ein "Ja, klar." -
und schon standen zwei Fallen im hinteren Bereich des Hofes...;-)

Bailey und Cookie

Und kurze Zeit später bekam auch die Tierklinik in Nörre Nebel zu tun: Kater und Katze hatte ich gefangen, Geschwister, beide etwa eineinhalb Jahre alt und in einem sehr guten Zustand.
Auch die Tierärztin sagte, dass da sicher ein bisschen "Russisch Blau" drin sei, wenn es nicht sogar reinrassige Tiere wären - wo auch immer sie herkommen...

Nach so viel Erfolg wollten Sabine und ich am Abend gemütlich Essen gehen.
Das erste Mal wäre das für mich gewesen in Dänemark...
Aber es wurde nichts daraus, denn gerade, als wir uns aufmachen wollten, um die kastrierten Miezen in Ringköbing abzuholen, erreichte mich die Nachricht von Bjerregard, dass man nun im Stall zwei ganz kleine Miezen gefunden hätte, ebenso grau, wie die gefangen.

Bei unserem Eintreffen lagen die Beiden im Stroh, sie schnieften laut. Schnell packte ich sie in einen Korb mit Handtüchern und suchte zur Sicherheit nach weiteren Tieren.
Nicht viel später fand ich ein drittes, das dann aber quasi in meinen Händen starb.

So musste schnell erneut die Falle her, denn die Mutter mussten wir nun unbedingt fangen, so klein, wie die Kleinen noch waren.
Den Korb also neben die Falle gestellt, dauerte es nicht lange und die dritte erwachsene graue Katze war gefangen:


In der Tierklinik, wo ich die anderen vom Morgen abholte, schaute man sich die Kleinen an.
Sie bekamen ein Antibiotikum, was offenbar auch dringend nötig war:


Aber ohne weitere - auch medikamentöse - Versorgung hätten die Kleinen sicher keine Chance.
Zum Glück nahm meine Katzen-Freundin Bianca die Kleinen und ihre Mama auf.
Nach viel Auf und Ab scheinen die Kleinen nun mit heutigem Stand über den Berg zu sein.
Ihre Mutter Candy war eine tolle Pflegemutter für noch viele andere Kitten, die bei Bianca als Notfellchen ankamen.
Inzwischen ist aber auch sie kastriert und wieder in Bjerregard freigelassen:

Candy bei ihrer Freilassung

Auch die Hafen-Katzen in Nr. Lyngvig sind wieder an ihrem Platz und die drei Jungen von Naya haben tatsächlich einen Platz in Deutschland gefunden, auf dem sie zusammen bleiben durften und sich offenbar richtig wohl fühlen:

Sie heißen jetzt Khaleesi, Mogwai und Scully

Eine unglaublich aufregende Woche habe ich da erlebt.
Erfolgreich im Kastrations-Sinne, mit einem tollen Ausgang für die Kleinen, neue nette Bekanntschaften gemacht und so viele Unterstützer, auf die ich mich verlassen kann!

Von Herzen vielen Dank dafür.

Anke

Freitag, 15. September 2017

Die angekündigte Nacharbeit... und mehr

Noch einen Aufenthalt gab es außerplanmäßig. In der letzten Augustwoche war ich allein unterwegs und hätte nie erwartet um diese Jahreszeit so viele Kastrationen durchführen lassen zu können.
Aber der Reihe nach:
Die ersten Tage führten mich in Grenznähe - wie schon berichtet, wollte ich ja nochmal nacharbeiten an den Höfen in Ballum.
Und die Katzen sind an der Futterstelle inzwischen auch relativ zutraulich und kommen zu den Fütterungszeiten in großer Zahl.
Der provisorische Unterstand dient dabei nicht nur als Dach gegen Regen...:

diese Katzen sind bereits alle kastriert

Aber ich hatte ja vor, den Katzenbestand dort nach Möglichkeit etwas zu reduzieren und wollte daher ein paar der Jungtiere zur Vermittlung einfangen.



Die Kleinen werden noch leicht zutraulich und sicher irgendwann verschmuste Hauskatzen mit Freigang.
Und es würde jemand geben, der sich auch in Krankheit und im Alter um sie kümmert - abgesehen davon, dass an der Futterstelle wirklich genügend Katzen versorgt werden müssen und dies auch irgendwie bezahlt werden muss.





Die Fangaktion gestaltete sich nicht ganz so leicht wie gewünscht, wenn auch letztlich ohne größere Schwierigkeiten...
Meine Fütterin Rita meinte die Miezen in eine Transportbox locken und dann die Klappe schließen zu können.
Auch hatte Rita die Tage zuvor bereits "trainiert" und die Kleinen kannten die Box.

Dennoch war ich skeptisch, stimmte aber zu.

Tatsächlich waren schnell zwei der Kleinen in der Box. Aber mit dem heftigen Ansturm gegen die sich schließende Tür hatte Rita nicht gerechnet. Und schwupps waren die Kleinen wieder draußen - und nun natürlich etwas skeptisch und deutlich vorsichtiger.
Also musste schließlich doch die Falle her, und damit lief es auch problemlos, da die Kleinen brav hintereinander kamen und nicht gemeinsam in die Falle liefen.



Im Vorfeld hatte ich geklärt, dass sie mir von einer deutschen Tierhilfseinrichtung abgenommen und von dort vermittelt werden.
Paarweise mussten die Miezen die Nacht bei mir verbringen - aber sie fraßen, und das war ein gutes Zeichen.
Traurig, ihnen nun vorerst das freie Leben entziehen zu müssen, gab ich sie also am nächsten Tag ab.

Aber es gab auch noch Anderes zu tun an dieser Stelle. Waren ja im Umfeld noch einige andere unkastrierte Katzen.
Und auch hier war ich in den beiden mir zur Verfügung stehenden Tagen erfolgreich:

Zwei Kater und zwei Katzen

Und so scheint die Futterstelle im Bereich Ballum nun gut versorgt.
Ein Futterhaus für die Schlechtwettertage haben Rita und ich für die rund 15 Katzen ebenfalls aufgebaut.
Und die restlichen drei Kleinen will sie in den kommenden Wochen eigenständig (nun mit ein bisschen mehr Erfahrung) selbst einfangen und zum Kastrieren bringen.
Danke, Rita, für Alles!

Die nächste "Baustelle" meines Aufenthalts war ein Ferienhaus im Bereich Houstrup. Über meine Freundin Bianca war mir dort eine Katzenmutter mit ihren Kleinen gemeldet worden.
Da die Katzen bei den dänischen Hausbesitzern gern gesehen sind und gefüttert werden, war das Fangen nicht zeitaufwändig, da sie zuverlässig in der Nähe des Ferienhauses waren.
Und als ich das erste Kleine sah, war ich auch relativ sicher, dass eine Kastration bereits möglich war und die Jungen dazu nicht mehr zu klein waren.

Ebbi, ein Bekannter, der Urlaub auf dem Houstruper Campingplatz machte, unterstützte mich am Morgen des 31.08.
Die Mutter ist sehr zutraulich, so dass sie leicht mit Futter in eine Transportbox zu locken war und der "Fang" damit gänzlich entspannt verlief.
Auch das erste Kleine ließ nicht lange auf sich warten.


Und während ich auf der Fahrt in die Tierklinik war und Ebbi die Falle überwachte, ging auch das zweite Junge, ein Katerchen, in die Falle.

Am Nachmittag durfte ich die Familie abholen:
Die Mama, ihre Tochter und der kleine Kater waren wohlauf und nach der Freilassung am nächsten Tag auch bereits danach wieder beim Fressen auf der Wildcam zu sehen.

Links die Kleinen Lea und Jonas, rechts die Mutter Inka

Vielen Dank auch Dir, Ebbi, für Deinen Einsatz für die dänischen Fellnasen!

Schließlich erhielt ich noch eine Nachricht von Urlaubern aus dem Bereich Nörre Lyngvig. Auch diese Deutschen hatten Katzen entdeckt und baten mich um Unterstützung.
Dem Zufall sei dank und ich konnte helfen, da ich mich ja gerade selbst in Dänemark befand.
Und so hatte diese Geschichte einen besonders guten Ausgang, den ich im nächsten Eintrag erzählen werde.
.... ach ja, und dann gibt es sogar noch Spannendes aus Bjerregard zu berichten. Aber auch das demnächst.

Anke

Freitag, 11. August 2017

Und das gab's auf Römö und in Ballum

Wie im letzten Eintrag bereits geschrieben, hatte ich im Juli auch eine Runde über die Insel Römö gedreht und eine Fang- und Kastrationsaktion in Grenznähe durchgeführt.

Auf Röm stellte ich die Wildcam für zwei Tage an dem (noch immer regelmäßig betreuten) Futterhaus bei der verstorbenen Karstine in der Inselmitte auf.
Diese Fellnasen sind dort unterwegs:
Lasse, Lale, Sylvia, ein dort schon länger fressender bekannter unkastrierter Kater - und neu: das weiße Tier

Am Reiterhof in Sönderstrand teilte man mir bei meinem Kurzbesuch mit, dass die kleine scheue Familie direkt am Wohnhaus (Anna, Lukas und Silas) noch immer dort sei und immerhin zumindest beim Fressen auch Annäherungen des Menschen zulässt.
Von der Anwesenheit von Max, Molly und Flora, die im Stall gefüttert werden, konnte ich mich selbst überzeugen:


Aber auch Herta sei noch dort.
Und was den Hofbesitzer und seine Frau am meisten freut:
Es gab keine Jungtiere mehr im letzten Herbst und auch nicht dieses Jahr!
Ein wirklich schöner Erfolg.

Auch am Hotel Kommandoergaarden ist alles bestens: Das Futterhaus leistet dort gute Dienste.

Der Hauptgrund für meinen spontanen Aufenthalt im Juli in Dänemark war aber ein Hilferuf einer Deutschen, die mit ihrem dänischen Freund in einem Haus zwischen mehreren Bauernhöfen in Ballum (ganz in der Nähe der deutschen Grenze) wohnt.
Sie hatte irgendwann die bei ihr vorbeikommenden Katzen zu füttern begonnen, weil sie ihr leid taten, denn augenscheinlich litten sie Hunger, überlebten aber doch Monat um Monat...
Rita war durch Erzählungen einer Freundin auf mein Projekt aufmerksam geworden. Und als sie mich anrief, sagte ich natürlich meine Unterstützung zu.

Da Rita regelmäßig füttert, musste eine Fangaktion einfach sein und relativ schnell zum Erfolg führen. Und tatsächlich:
In zwei Tagen konnten Elly und ich 11 (!) Katzen fangen: vier Mädchen und sieben Kater.


So gab es für die Tierarztpraxis meines Vetrauens viel zu tun:


und die Freilassungen waren fast schon Massenabfertigung...;-)


Dazu gelang es uns noch ein junges Kätzchen mitzunehmen und über den Tierschutzverein in Niebüll zu vermitteln.

Die Katzenmädchen hatten zum Zeitpunkt ihrer Kastration stark ausgeprägte und freigeleckte Zitzen, so dass wir annehmen mussten, dass die Miezen Kleine hatten - zumal Rita die vor einigen Wochen dicken Bäuche bestätigte.
Und wie ich nun bei einem Telefonat erfuhr, haben sie inzwischen ihren Nachwuchs auch mitgebracht zur Futterstelle. Sieben Kleine sind es insgesamt.
Dementsprechend ist dort eine Nacharbeit nötig. Vielleicht klappt sogar noch die eine oder andere Vermittlung, damit es bei Rita nicht noch mehr Vierbeiner werden, die zu versorgen sind.
Selbstverständlich werde ich aber auch hier mit Futterlieferungen zu unterstützen versuchen. Und für den Winter wollen wir ein Futterhaus aufstellen, um das Futter gegen Regen und Schnee zu schützen.
Bei 15-20 Katzen rentiert sich der Aufwand in jedem Fall.

Übrigens: Die Kastrationen der Katzen in Ballum habe ich nicht von den Projekt-Spenden bezahlt, sondern aus eigenen Mitteln, da es sich nicht um "klassische Ferienhauskatzen" handelt.

Anke

Montag, 17. Juli 2017

Gute Nachrichten aus Jegum

Als "Vorzeige-Projektgebiet" könnte man die Siedlung "Jegum Ferieland" (zwischen Esbjerg und dem Ringköbing Fjord) bezeichnen...;-)
Nach Hinweisen von Urlaubern und Vorarbeit durch meine Freundin Bianca war bereits mein erster Aufenthalt im März dort sehr erfolgreich. Ich hatte hier berichtet.
Insgesamt konnte ich in der Siedlung 14 Katzen fangen und kastrieren lassen: 6 Mädchen und 8 Kater!
Doch ich kam auch ins Gespräch mit Bewohnern des Ferienhausgebietes.
Menschen, die mich und die Katzen - auch nachdem ich wieder Zuhause bin - mit festen Futterstellen unterstützen.
Und davon konnte ich mich bei einem Kurzaufenthalt in der letzten Woche überzeugen.

An dem Ferienhaus, an dem ich Sofia, Mille, Milas und Liam fangen konnte, lernte ich an meinem vorletzten Tag im März Aase und Jens Peder kennen.
Die Beiden lieben die an ihrem Haus befindlichen Katzen und sorgten bereits in der Vergangenheit sporadisch für sie. Sie freuten sich sehr über mein Projekt und waren bereit ein festes Futterhaus aufzustellen, von dem auch andere verwilderte Katzen der Siedlung profitieren.
Also gab ich von Zuhause die Bestellung auf und die Beiden bauten das Futterhaus auch gleich auf.
Es dauerte nicht lange und es wurde von den Miezen angenommen!
Hier der Beweis durch die Wildcam, die ich in der letzten Woche zur Kontrolle dort stehen hatte:

Sofia, Milas und Hakon zeitgleich - auch Mille war auf den Fotos zu sehen
Einen weiteren Kontakt zu einer in der Siedlung lebenden Dänin knüpfte Uwe, als er durch die Siedlung lief und eine Katze entdeckte:
Hanne wohnt seit vielen Jahren in Jegum, füttert ebenfalls und konnte mir einige Informationen zu dort lebenden Katzen geben.
Neben anderen frisst bei ihr auch die schwarze Katze, die ich während meines Aufenthaltes im März nur einmal sah und nicht fangen konnte:


Hanne beruhigte mich bereits insofern, als dass sie sicher wusste, dass es ein Kater ist.
Und letzte Woche konnte ich ihn dann auch fangen und ebenfalls kastrieren lassen.
So kann die Freundschaft zwischen ihm und seinem roten Katzen-Kumpel, den Hanne bereits selbst kastrieren ließ, entspannt bleiben!

Zu guter Letzt gab es einen neuen Kontakt über Bianca.
Eine weitere Dänin war bereit an ihrem Haus die Katzen einer Futterstelle aus derselben Straße im Südwesten der Siedlung zu übernehmen, die leider nicht mehr betrieben werden kann.
Darüber freute ich mich sehr und auch hier konnte ich mich überzeugen, dass es gelungen war, die von mir gefangenen Katzen "umzuziehen":
Liv, Aksel, Filippa und Linn

Was für eine erfreuliche Fortsetzung meines März-Aufenthaltes.
Tausend Dank an alle, die meine Arbeit so toll unterstützen! Das Netzwerk wächst und wächst...
So müssen nun auch die Fellnasen in Jegum im Winter keinen Hunger mehr leiden.

Doch nicht nur in Jegum habe ich vorbeigeschaut in den letzten 10 Tagen.
Kurz war ich auch auf Römö und in Bjerregard, wo ich (natürlich) diesen Gesellen hier antreffen konnte, der sich gleich nachdem ich ihm ein paar größere Knoten aus dem Fell gekämmt hatte, einen Schattenplatz unter dem Auto suchte:

Bamse

Tja, und dann gab es noch eine echte "Hauruck-Aktion" an einem Hof in Ballum ganz im Süden Dänemarks.
Aber davon und von Römö möchte ich demnächst ausführlich berichten.
So viel vorweg:  es hat sich rentiert!

Anke

Montag, 8. Mai 2017

Happy End für Prinsesse von Römö

Eine ganz besondere Geschichte mit gutem Ausgang gibt es von Prinsesse zu erzählen. Auch sie wäre ohne mein Projekt so wohl nicht zustande gekommen.

Noch bevor wir überhaupt das erste Mal auf Römö aktiv wurden, erhielten wir im Dezember 2012 unabhängig voneinander zwei Meldungen über eine Katzenmutter mit Jungen und ein weiteres Tier im Bereich der Siedlung Sönderstrand.

Prinsesse (rechts), Dezember 2012
Im März 2013 machten wir uns dann also (wegen diverser Katzen-Hinweise) auf zur Insel Römö und konnten dort bereits bei unserem ersten Aufenthalt viele Tiere entdecken und auch kastrieren lassen.
Ja, wir konnten auch die beiden Jungen der Katzenmutter, Mikka und Meike, erwischen. Nur die Katzenmama selbst sahen wir nicht.
Auch 2014 waren wir dort, doch die Katzenmutter fanden wir nicht. Lediglich bei einer Auswertung der Wildcam an einer Futterstelle im November waren wir uns sicher, Meikes Mutter vor uns zu haben:
Prinsesse (rechts) und ihre Tochter Meike (links)

Für unseren Aufenthalt im März 2015 hatten wir uns deshalb fest vorgenommen, das Mädchen endlich zu fangen.
Und immerhin entdeckten wir sie auch bei einem unserer ersten Gänge durch die Siedlung.
Die Kleine war verschmust und hatte so wunderbar weiches Fell:

März 2015

Und schließlich hatten wir es geschafft und konnten sie kastrieren lassen:


Alles war gut verlaufen und wir gingen davon aus, dass Prinsesse (die Ferienhauskatzen bekommen bei mir immer erst nach ihrer Kastration einen Namen) ein paar glückliche Jahre auf der Insel vor sich haben würde, da sie völlig gesund wirkte.

Dann jedoch, Anfang Oktober 2016, teilte mir Vivien, eine deutsche Urlauberin, von Römö mit, dass sie eine Katze am Haus habe, die ihr nahezu blind zu sein schien.
Und Vivien hatte auch schon auf meiner Homepage geschaut und die Katze als Prinsesse identifiziert. Ein von ihr übersandtes Foto brachte mir Gewissheit:

Oktober 2016
Vivien fütterte Prinsesse, fragte sich aber natürlich zu recht, was aus der Katze werden würde, wenn sie nach Hause fahre.
Mit etwas Organisationsaufwand schafften wir es dann tatsächlich Prinsesse zum Tierarzt nach Deutschland zu bringen, der den Verdacht leider bestätigte....;-(
Ihr Sehvermögen war offenbar nur noch minimal, für eine Draußen-Katze keinesfalls ausreichend!

Doch - unglaublich aber wahr! - tat sich für die Sommerhauskatze Prinsesse eine Chance auf. Eine der Tierarzthelferinnen, Sahra, war bereit sie zu sich zu nehmen.
Gesagt, getan. Und Prinsesse machte das ganz toll.

in Deutschland in ihrem neuen Zuhause

Nun lebt die Hübsche in Deutschland, wird umsorgt und kann sogar umzäunten Freigang genießen.

Vielen Dank an alle, die bei dieser "Rettungsaktion" mitgeholfen haben!

Anke

Freitag, 14. April 2017

Update - was aus der Houstruper Campingplatz-Katze und ihren Kleinen geworden ist...

Während meines Aufenthaltes in Dänemark im vergangenen September nahmen deutsche Zeltplatz-Urlauber aus Houstrup Kontakt zu mir auf. Ich hatte darüber bereits aktuell berichtet.
In ihrem Vorzelt hatte im August eine selbst noch junge Katzenmutter drei Kleine zur Welt gebracht.
Die Katze wurde liebevoll versorgt. Da aber für die Camper das Saisonende nahte, überlegte man sich was man tun könnte um den Fellnasen zu helfen.
Die Idee war die Kleinen mit nach Deutschland ins Tierheim zu nehmen und die Mutter zu kastrieren und vor Ort zu belassen.
Doch als ich die kleine Familie sah, war sofort klar, dass es noch einige Wochen zu früh war um die Jungen von ihrer Mutter zu trennen.


So schlug ich vor, dass ich seit vielen Jahren mal wieder eine Ausnahme machen und die gesamte Familie mit nach Deutschland nehmen und hier vermitteln würde.
Mutter und ihre drei Babies packten wir während der langen Autofahrt selbstverständlich in einen großen Transportkorb und Trine säugte ihre Kleinen sogar.
Sie selbst bekam während einer Pause von Martina und mir eine große Portion Katzenmilch.
Und sie meisterte diesen Umzug so toll!
Auch hier Zuhause erwies sie sich als vorbildliche Mutter:

Trine mit ihren Kleinen: Rasmus, Nila und Niklas

Relativ zeitnah ließ ich sie dann kastrieren.
Trine heisst jetzt Rosi
Und ein Bluttest ergab, dass sie zum Glück auch keine der ansteckenden Katzenkrankheiten hat.

Schnell hatte sich auch eine Familie gefunden, die sie aufnehmen wollte. Die Menschen waren mir sehr sympathisch und da der Platz auch passte, sagte ich zu.
Trine zog also als Erste der Familie um in eine neues Zuhause mit Freigang - zu einem bereits dort lebenden Kater.
Natürlich war die Übergabe daher besonders spannend und ich besonders aufgeregt...;-)
Aber Trine war (wieder einmal) so unbeschwert und unkompliziert, dass der Kater Lucky geradezu überrumpelt wurde von seiner neuen vierbeinigen und so charmanten Mitbewohnerin und sie schnell akzeptierte.

Ein aktuelles Foto von Trine, jetzt Rosi, zeigt, wie wohl sie sich fühlt.

Für die Kleinen wurde es ungleich schwerer, wahrscheinlich aber hauptsächlich deshalb, weil ich selbst mich nur schwer trennen konnte, da ich für diese kleinen Bündel Fell und Glück schließlich die Verantwortung übernommen hatte.
Mitte November war es aber auch hier soweit und Rasmus und Nila gingen zu zweit zu einer netten, jungen Familie mit Kindern. Auch in diesem Haushalt lebt bereits eine erwachsene Katze. Aber auch hier lief es problemlos.
Und auch Nemo und Nora, wie sie jetzt heißen, sind inzwischen kastriert, haben sich eingelebt und sind Freigänger.


Übrig blieb also Niklas.
Der machte mir nach seiner ersten Impfung großen Kummer. Er fraß nicht mehr, hatte hohes Fieber und war völlig matt. Ein Besuch der Notfall-Sprechstunde beim Tierarzt war nötig. Zum Glück war bald darauf alles wieder in Ordnung.
Doch dabei blieb es nicht. Überall und nirgends, wo der kleine Kerl ständig war, hatten wir ihn schon im Auto eingesperrt und den Schwanz (zum Glück nur leicht) geklemmt.
Ein echter Tollpatsch. Und so gab es für mich nur eine Lösung: Niklas würde mein neuer Kater im Haus werden.
Und er hat bereits sämtliche dazu gehörende Aufgaben übernommen:
Lang schlafen, Mäuse fangen,

Niklas
die Katzenmädchen ärgern und ihnen das Futter wegfressen - und überhaupt nur Unfug im Kopf haben...;-)  Aber das ist OK.

Anke

Freitag, 7. April 2017

Endlich der fehlende Bericht...

Da fehlte doch noch was, die Zusammenfassung der letzten beiden Tage des März-Aufenthalts nämlich.
Noch immer offen war für mich ja am Ende die Untersuchung, das heisst zuvor der Fang, der Katze an der Fischerhütte in Bork Havn, bei der ich die Spuren eines Abszesses an der Wange entdeckt hatte.
Also hatte ich mir vorgenommen, den Freitag für dieses Unterfangen zu nutzen.

Zuerst aber sah ich nach meinen beiden kleinen Patienten, Mille und Milas hatte ich sie genannt.
Sie waren wohlauf und ständig hungrig.
Ich hatte für sie zwei große Transportkörbe mit seitlichem Eingang miteinander verbunden, so dass sie nicht beengt sitzen mussten und ihr Geschäft vom Liegeplatz entfernt verrichten konnten.
Ein Herauslassen im Ferienhaus war leider nicht möglich, dafür waren die beiden Hübschen zu scheu.

Mille (links) und Milas (rechts)

Mit Sabine und einem weiteren Tierfreund und Bekannten von Bianca, Carsten, traf ich mich danach am Hafen von Bork Havn.
Während ich überlegte, wo man tagsüber am besten die Falle aufstellen könnte, sprachen Carsten und Sabine ein paar Leute an und erklärten ihnen, dass wir wegen der Katzen an der Fischerhütte hier sind und fragten, ob man die grau-weiße Katze vielleicht gesehen habe.
Noch im Aufbau der Falle wurde dann das Wetter schlechter, so war mir die Entscheidung abgenommen und ich stellte sie in den an die Hütte angrenzenden offenen, aber wenigstens überdachten, Schuppen.
Die Falle war scharf, Carsten wieder weg, eine graue Katze (welche auch immer) hatten wir nur auf der Flucht gesehen, da schaute ich - nur mal so - nach der Falle.
Und traute meinen Augen nicht, als ich sah, dass der Schieber geschlossen war und eine große schwarze Katze darin saß, 100%ig ein Kater.
Gesehen hatte ich dieses Tier zuvor noch nie. Welch ein Zufall.
Nun, so sollte dann also die Tierklinik in Nörre Nebel doch noch eine Kastration für mich machen dürfen, denn nochmal nach Deutschland fahren wollte ich nicht - zumal ich ja immer noch auf Hanna wartete...

Jedenfalls setzte ich den nicht besonders freundlichen Kater um und als Sabine und ich ihn gerade ins Auto tragen wollten, kam ein schwarz gekleideter Herr auf uns zu und fragte uns auf dänisch, was wir denn hier täten... Irgendwie wirkte er so offiziell.
Oh Schreck.
Zum Glück hatte ich ja Sabine dabei, die sich übermannte ;-) und ihm auf dänisch erklärte, dass wir die Katzen hier am Hafen einfangen und kastrieren lassen.
Unser Gegenüber war hocherfreut, wir dann natürlich auch - und als er wieder weg war, sagte Sabine mir, dass wir gerade mit dem Hafenmeister gesprochen hatten!
Im Gegensatz zu mir konnte sie nämlich den Schriftzug auf seiner Jacke lesen :-)
Na, was Besseres hätte uns doch gar nicht passieren können.
Das war ja quasi eine offizielle Genhmigung.

Auch Sabine musste dann fahren, der Kater war inzwischen im Auto verstaut und ich entschied noch eine Stunde zu bleiben und es zu versuchen, obwohl das Wetter inzwischen alles andere als vorteilhaft für Katzenfang zu sein schien. Schneeregen, Graupel, Regen - gut, dass die Falle wenigstens überdacht stand.
Ein Tier, nämlich der im September kastrierte Kalle, saß dann zwischenzeitlich auch mal am Hütteneingang und schaute in das schlechte Wetter hinaus.

Kalle

Meine Mail, aus dem Auto geschrieben, an die Tierklinik wurde sofort beantwortet:
Klar könnte ich den Kater bringen, bitte aber relativ zeitnah. Immerhin war Freitag.
Puh, also gut, ein weiter Weg ist es nicht von Bork Havn nach Nörre Nebel.
Also war ich mutig, deckte die Falle ein Stück zu, die Wildkamera hatte ich auch positioniert und machte mich auf den Weg zur Tierklinik.
Oh Schreck, ich hatte sowohl keine Transportbox, als auch keinen Mikrochip eingepackt.
Schlechte Organisation an meinem letzten Tag...;-)

Also gab ich den Kater in der Tierklinik ab und fuhr rasch weiter nach Jegum.
Kurz bevor ich an meinem Ferienhaus war, erreichte mich dann ein Foto der Funk-Wildcam auf dem Handy:


Oh nein, ausgerechnet jetzt... Wer mochte das wohl sein. Ganz sicher aber nicht Hanna, denn bei ihr kann man die weiße Fellfarbe an den Flanken erkennen.
Nun konnte ich es nicht ändern. Schnell ins Ferienhaus, alles Vergessene eingepackt und rasch zurück - über die Tierklinik wegen Korb und Mikrochip - nach Bork. Gut, dass nirgendwo Geschwindigkeitsmessungen stattfanden oder eine Polizeistreife unterwegs war ;-)
Aber es passierte nichts mehr auf der Kamera - vorerst jedenfalls.
Erst kurz vor meiner Rückkehr kam ein neues Foto: die Klappe war geschlossen.
Und als ich vor Ort angekommen sah, wen ich da gefangen habe, war die Freude groß.
Es war zwar nicht Hanna, aber ihr drittes Junges, das ich im September des letzten Jahres nicht erwischen konnte.
Auch das brachte ich also noch rasch zur Tierklinik, die schon lachen mussten, dass ich am Freitagnachmittag mit einer weiteren Katze kam.

Eine gute Stunde später durfte ich dann beide Tiere abholen.
Klar ist das Schwarze ein Kater - aber das Graue ist ein Mädchen!!! Wie schön. Ein Volltreffer.
Auch wenn ich Hanna nicht mehr einfangen konnte, hat der letzte Tag zwei Erfolge gebracht. Zum guten Schluss sozusagen.
Auch der Hafen von Bork Havn scheint nun mit erforderlichen Kastrationen abgearbeitet zu sein.

Ein gemütliches Abschiedsabendessen bei Sabine, dann fuhr ich zurück ins Ferienhaus.
Am nächsten Morgen dann zuerst die Entlassung von Aron, dem schwarzen Kater, und Ella, der grauen Katze, in Bork Havn:

Aron
Ella

Und dann ging es an das Aussetzen der beiden Kleinen, in das sich natürlich ein bisschen Traurigkeit mischte.
Wie würde es für sie wohl weitergehen?
Aber da hat sich was Tolles ergeben! Mehr dazu im nächsten Eintrag.

Anke

Samstag, 18. März 2017

Der letzte Abend in Jegum...zumindest vorerst

Morgen geht es wieder nach Hause, meine zwei Wochen hier in Jegum sind nun vorbei.
Es war ein unglaublich erfolgreicher Aufenthalt.
Insgesamt konnte ich 20 Katzen (neun Mädchen und elf Kater) fangen und kastrieren lassen.

Neben Jegum Ferieland war ich mit meinen Unterstützerinnen auch in Houstrup aktiv und einen Tag allein auch wieder in Bork Havn.
Aufgrund einer dringenden Familienangelegenheit musste Elly mich leider bereits am Dienstag schon wieder verlassen, so dass ich die letzten Tage nun allein verbrachte, aber bei einer abendlichen Fangaktion Unterstützung von Bianca bekam.
Danke Dir dafür, Bianca - auch für Deine weitere Hilfe durch Deinen Wohnort hier ganz in der Nähe, Deine dänischen Sprachkenntnisse und Deine Liebe zu den Fellnasen!

Wieder einmal stellte ich fest, dass diese Zeit eine gute Jahreszeit für die Arbeit in meinem Projekt ist.
Keine der Katzen war bisher tragend, sondern lediglich rollig oder gerade gedeckt.
Es waren noch nicht allzu viele Urlauber da, so dass ich die Tiere zu den selbst eingerichteten Futterstellen ziehen konnte um sie dort zu fangen.
Sämtliche Katzen waren in einem futtermäßig angemessenen Zustand.

Die beiden hier in meinem letzten Eintrag erwähnten Fänge in Houstrup waren Kater und Katze.

hier Noah und Nanne bei ihrer Freilassung in Houstrup
Am nächsten Tag folgte dort noch ein Kater, den ich Ebbi nannte:

Ebbi
Auch den roten Kater von der Wildcam hier in Jegum konnte ich "dingfest" machen und kastrieren lassen.
Kasper
Am Dienstag entdeckte ich dann bei meiner Katzensuch-Runde ein kleines Tellerchen auf der Terrasse eines Ferienhauses - nicht weit weg von dem Café und Kaufmann hier im Ferienhausgebiet Jegum.
Also füllte ich das Tellerchen neu. Die menschlichen Bewohner waren zu dieser Zeit nicht anwesend. Als ich zwei Stunden später wiederkam, war der Teller bereits leer.
Und dann bemerkte ich, dass ich beobachtet wurde:


Ein kleines Wesen, sicher nicht älter als ein halbes Jahr...
Also die Wildcam an die Terrasse und den Teller erneut großzügig aufgefüllt.

Und die Sichtung am nächsten Morgen machte Mut zur Hoffnung auf weiteren Fangerfolg.
Ich hatte die Bilder bereits auf Facebook gepostet.
Denn es war nicht nur diese eine Katze, die dort fraß, sondern noch drei weitere:

So war klar, was am nächsten Abend auf dem Plan stehen würde...;.)

Und tatsächlich waren die beiden Kleinen schnell gefangen. Bianca und ich konnten darauf sogar im Auto warten.
Die anderen Beiden ließen sich jedoch mehr Zeit. Bianca schickte ich nach Hause, ich selbst suchte mir einen kuscheligen Platz vor dem Ofen in meinem Ferienhaus und hielt die von meiner Funkkamera übersandten Fotos im Blick.
Tatsächlich fing ich um kurz nach 24 Uhr die getigerte Katze und um kurz nach 5 Uhr dann die schwarze Mieze mit dem weißen Kinn.
Dies bedeutete für mich ins Auto zu steigen, zum Fangort zu fahren, die Katze aus der Falle umzusetzen, die Falle wieder neu zu bestücken und scharf zu machen.
Müde war ich deshalb auf der Fahrt zum Tierarzt, aber auch glücklich, noch vier weitere Tiere kastrieren lassen zu können.
Zwei Stunden später erfuhr ich: es waren zwei Katzen und zwei Kater!
Die beiden erwachsenen Tiere wurden, wie üblich, bereits am Folgetag wieder entlassen,

Liam schaut noch, während Sofia davonläuft

die beiden Kleinen behielt ich noch einen Tag bei mir, da sie auch in Gefangenschaft gut fraßen und ich sie an dem Schlechtwetter-Tag noch im warmen Haus lassen wollte.

Derweil beschäftigte ich mich am Freitag anders - wiederum mit einem erfreulichen Ergebnis.
Dazu aber mehr, wenn ich morgen wieder Zuhause bin, denn jetzt muss ich ins Bett.
Es liegen über 800 km Autofahrt vor mir.

Anke

Montag, 13. März 2017

Zweite Woche mit zwei weiteren Fängen gestartet

Am Samstagmorgen konnte ich nach dem Aufstehen den hier im Ferienhausgebiet am Vortag gefangenen Kater entlassen.
Harry, so habe ich ihn genannt, wartete zuerst einen Moment, dann schnell heraus aus dem Korb, um sich in gebührendem und sicherem Abstand nochmals nach mir umzusehen:

Harry nach seiner Freilassung

Im Anschluss putzte ich sämtliche Fallen, Umsetzkäfige und Transportboxen.
Und dann fuhr ich nach Husum, wo ich Elly, die mich in der zweiten Woche unterstützt, vom Zug abholte. Martina hingegen verabschiedete ich, denn sie fuhr wieder nach Hause.
Danke, Martina, für Deine Hilfe!

Als Elly und ich dann schließlich am späten Nachmittag in die Siedlung zurückkamen, schauten wir natürlich bereits aufmerksam nach rechts und links - und tatsächlich entdeckten wir eine schmale, kleine, schwarze Katze, die wir hier noch nicht gesehen hatten, am Buschwerk neben einem Grünstreifen:


Schnell das Auto am Straßenrand geparkt, versuchten wir ihr zu folgen, verloren sie dann aber im Bereich Blabaervangen aus den Augen.
Nach einem gemütlichen Abendessen dann ab ins Bett. Das erste Mal in dieser Woche ohne Wecker oder ohne eine Wildcam überwachen zu müssen...
Beim Aufwachen heute dann stellte ich fest, dass es bereits 11:15 Uhr war.... Ups...

Nach dem Frühstück also eine Runde durch die Siedlung - leider ohne jede Katzensichtung.

So stellten wir am Abend eine Falle in Houstrup auf, dort, wo wir am Freitag bereits das schwarze Katzenmädchen fangen konnten, das übrigens bei seiner Entlassung so gar nicht gehen wollte und es sich im Korb gemütlich gemacht hatte:


Kurz nachdem wir die Falle scharf hatten und wieder Zuhause waren, bekamen wir eine Meldung der Wildcam, dass sich eine Katze an der Falle befand (, die dann auch hineinging):


Ein zweiter Fang gelang vier Stunden später, so dass nun zwei Katzen in unserem Gästebad auf die morgige Kastration warten:


Was die Geschlechtsbestimmung betrifft, wage ich noch keine Prognose.
Mit einem solchen Erfolg an dieser Futterstelle hatten wir aber tatsächlich nicht gerechnet.
Wir werden in den kommenden Tagen sehen, ob es dort noch mehr Tiere gibt.

Anke